REVIEW AUF GIG-BLOG.NET VOM 10.12.2016: - Online-Link
DIE AERONAUTEN, STRAGULA, 03.12.2016, Goldmark’s, Stuttgart
von Jens Krumeich
„Das nächste Lied verstehen nur Leute, die seit dreissig Jahren in einer Punkrockband spielen – zum Beispiel bei den Sumpfpäpsten.“ Der Aeronauten-Sänger Guz schmunzelt: „Ich kenne die sogar persönlich.“ Wissendes Grinsen und freundliches Lachen im Publikum, schliesslich hat das Reutlinger Sumpfpäpste-Urgestein Rod Schneller den Abend gerade wie bereits im vergangenen Jahr mit seinem herrlichen Trash-Projekt Stragula eröffnet. Holger fasste damals knapp zusammen: „Auf historischen Billig-Synthesizern produzieren sie Lo-Fi-Trash-Versionen berühmter Party-Klopper. Der Auftritt ist optisch und musikalisch, ähm, nunja, zumindest bemerkenswert.“ Dass das als absolutes Kompliment gemeint war, bewiesen weitere Zeilen – und mir nun auch das Live-Erlebnis. Denn ein Erlebnis ist es.
Gemeinsam mit der hinter einem Witwenschleier versteckten Mrs. Free singt und spielt sich Schneller als Bühnen-Alter-Ego Stragmann an Orgel und Keyboards durch den popmusikalischen Kanon, während der Schlagzeuger und der Gitarrist im Hintergrund einen rumpelnden Rhythmus spielen. Zu billigsten Electro-Beats dekonstruiert man Klassiker von Morricones „The Good, The Bad & The Ugly“ und Johnny Cash Standards bis hin zu Jeanettes „Porqué te vas?“ . Das ist mitunter schmerzhaft wie bei Jefferson Airplanes „White Rabbit“, aber in den meisten Fällen einfach grossartig. Was wünschte ich, Radiohead könnten „Creep“ mit ähnlicher Nonchalance aufführen! Dem Publikum gefällt das selbstredend auch. Es lacht und tanzt und singt. In Fussballstadien der Welt tot gebrülltes wie „Seven Nation Army“ wird als Reggae mit Tangobeat zu neuem Leben erweckt. Manch einer schaut skeptisch, aber lautstarke „Weiter“-Rufe am Ende sprechen Bände – ebenso wie Guz, der in Lederjacke in der ersten Reihe steht, Fotos macht, filmt und zufrieden grinst. Es gibt – für eine Vorband ungewöhnlich genug – Zugaben.

REVIEW AUF GIG-BLOG.NET VOM 23.11.2015: - Online-Link
DIE AERONAUTEN, STRAGULA, 20.10.2015, Goldmark’s, Stuttgart
von Holger · 23. November 2015
Foto: Reiner Pfisterer
Wie kann es eigentlich sein, dass eine Band wie Stragula seit mehr als dreißig Jahren werkelt, ohne dass ich jemals etwas von ihr gehört habe? Auch andere notorische Konzertgänger reiben sich die Augen: Die fünfköpfige Kapelle aus Reutlingen eröffnet gerade den Gig der Aeronauten und hat binnen Minuten das gut gefüllte Goldmark’s auf Betriebstemperatur gebracht. Auf historischen Billig-Synthesizern produzieren sie Lo-Fi-Trash-Versionen berühmter Party-Klopper. Der Auftritt ist optisch und musikalisch, ähm, nunja, zumindest bemerkenswert.
Frontmann „Graf Stragula“ und seine Kollegin „Plushbug“ haben sich hinter einer Bierbank verschanzt wie die Kassenwarte beim Gemeindefest. Dekoriert ist das Ganze mit einem plüschigen Marien-Wandbehang. Mit einem herzerweichend schrägen Trompeteneinsatz und Ennio Morricones „The Good, The Bad & The Ugly“ startet ein Set, das unter anderem mit Nancy Sinatras „Bang, Bang“, „Ça Plane Pour Moi“, „Surfin‘ Bird“ und Jeanettes „Porqué te vas?“ auf den unvermeidlichen Höhepunkt, das Sexy-Disco-Medley, zustrebt. Dies ist alles nicht nur zum Brüllen komisch, sondern trotz aller musikalischen Kauzigkeit, immer auch eine Würdigung des Originals. Stragmann arbeitet sich pedantisch durch einen Stapel von Liedtexten, schaltet immer den jeweils fiesesten Retorten-Beat ein und gestikuliert ungelenk ins Publikum. Sängerin „Plushbug“ ist zwar ein echter Augenschmaus und stimmlich in etwa so begnadet wie Françoise Cactus, entspricht jetzt aber nicht unbedingt dem landläufigen Bild einer Sexbombe. Umso witziger kommt das betont unlasziv vorgetragene Medley mit Perlen wie „I’m Too Sexy“ von Right Said Fred und Tom Jones‘ „Sex Bomb“ rüber. Der Laden tanzt, es wird mitgesungen.
Auch die Aeronauten genießen Stragulas Auftritt. Mitten im Publikum und mit sichtlich guter Laune. Jede andere Band müsste sich wohl Gedanken machen, ob sie nach einem derart überzeugenden Support Act überhaupt noch eine Schippe drauflegen kann.

REVIEW IM OX-FANZINE / AUSGABE #106 (FEBRUAR/MÄRZ 2013): - Online-Link
Bei STRAGULA handelt es sich um ein Projekt des Gitarristen der – vor allem in den Achtzigern aktiven – Punkband SUMPFPÄPSTE. Anfang der Achtziger als Soloprojekt begonnen, ist daraus mittlerweile eine komplette Band geworden.
Auf dem neuen Album gibt es 17 Coverversionen, von denen ich auf Anhieb zehn erkenne, da sie zu meinen Lieblingsstücken überhaupt gehören. „Babylon’s burning“ von den RUTS, „Buddy Holly“ von WEEZER oder „A forest“ von THE CURE werden hier, unter Einsatz von Bontempi- oder Dr. Böhm-Orgel, durch den LoFi-Fleischwolf gedreht. Sicherlich nicht jedermanns Sache, diese LoFi-Geschichte – mir gefällt’s. Hannes Baral

SCHWARZWÄLDER BOTE VOM 03.01.2013, NACHBERICHT ZUM 26.12.2012: - Bericht - Online-Link
Wilde Mischung schräger Sounds erklingt
"Stragula" versprühte gute Laune mit Rock- und Pop-Klassikern, verpackt in unkonventionelle Klangkostüme
Von Stephan Schneider, Schramberg. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird in der Schramberger Musikkneipe Zodiak traditionell das Tanzbein geschwungen.
Und mit der kuriosen Reutlinger Band "Stragula" hat der Wirt Ralf "Graben" Weigold auch eine Band gefunden, die ausufernden Tanzspass garantiert. Schon im dritten Jahr begeisterte das aussergewöhnliche Quartett mit einer verrückten Mischung aus antiquierten Keyboardsounds, schrägem Gesang und abgedrehten Coverversionen, die teilweise nicht mehr viel mit dem Original gemein hatten.
Doch gerade das macht die besondere Faszination der Band aus, denn: Wann bekommt man sonst eine wilde Mischung von Songs von Johnny Cash, Motörhead und den Sugababes zu hören, die mit den obskuren Tango-, Bossa Nova- und Discobeats aus einem Casio MT-65 und schrägen Orgelmelodien untermalt sind?
So knackte die Band dieses Jahr erstmals die 100-Besucher-Schallmauer. 131 Gäste tummelten sich im Zodiak auf der Tanzfläche oder beobachteten das bunte Treiben von der Bar oder den Sitzplätzen aus. Gerademal drei Lieder Aufwärmzeit benötigten die vier Musiker, bis sich der erste Zuhörer nach vorne wagte, und nur wenig später war die ganze Tanzfläche gefüllt.
Bereits in den Vorjahren bewährte Kracher wie das Sexy-Disco-Medley, Johnny Cashs Country-Hit "Ring of fire" oder "Seven Nation Army" von den White Stripes verfehlten auch dieses Mal nicht ihre Wirkung, so dass der Stimmungs-Hattrick locker eingetütet wurde.


SÜDWEST PRESSE VOM 15.05.2012, NACHBERICHT ZUM 12.05.2012: - Online-Link
Hardrock Halleluja
Mit singenden Gästen feierte die Reutlinger Low-Fidelity-Elektro-Combo Stragula ihren zehnten Geburtstag. Die Botschafter aus dem Paläozoikum der Orgelkunst wirken nach wie vor als Jungbrunnen.
Autor: KATHRIN KIPP
10. Geburtstag: Die Retro-Band Stragula feierte Bühnenjubiläum
Sie sind der Inbegriff des Retro und der Niedrig-Klangtreue. Und sie sind eine der lustigsten und coolsten Coverbands der Welt, naja, wenigstens der Reutlinger Welt. Wie immer sitzen sie auch in der Billardkneipe Woodys da als stoische Viererkette. Sie warten noch die Pokal-Siegerehrung von Dortmund auf Grossbildleinwand ab, bevor sie mit ihrem Lo-Fi-Elektro-Beat loslegen.
Die denkmalgeschützten Orgeln aus dem 70er-Yamaha-, Casio- und Bontempi-Sortiment geben den unverkennbaren Stragula-Sound vor. "Stragmann" (Sumpfpapst Markus Schneller) und Stilikone "Plushbug" (Michaela Leippert), die heute mit einem neckischen Hütchen im Leopard-Look glänzt, bedienen die Tasten, das Mikro und den Publikumsgeschmack, "Bernd C." das Schlagzeug, "The Briggenatra" (Frank Brüggenolte) die Gitarre. Auf dem orange-braun-rot gedeckten Tisch dreht eine bunte Disco-Kugel zu den Wave-Punk-Surf-Folk-Hardrock- und Disco-Klängen ihre letzten Runden. Lichtschlangen umschmeicheln die fünf Exzentriker mit zartem Kellerpartyglanz. "Stragula" hört sich zwar so gefährlich an wie "Dracula", bezeichnet aber laut Wikipedia nur eine "kostengünstige Linoleum-Imitation" aus den 70ern und entspricht damit einem ungefähr genauso abenteuerlichen Lebensgefühl wie "Sexbomb" bei Stragula erotisch klingt.
Trotzdem ist Stragula natürlich eine sehr aufregende Band. Sie hat die vergangenen zehn Jahre nicht nur mit zahlreichen Live-Auftritten mit fremden und eigenen Songs verbracht, sondern auch mehrere CDs und Videos produziert, in der die Bontempi-Priester in Kirchen, vor Kühen, in roten Schuhen, mit reichlich Bier, "feinen jungen Brechbohnen" und on the road ihr Hohelied auf Minimalismus und Historizismus singen.
Fast könnte man sagen, dass Stragula in den hiesigen Clubs "Kult" ist, wäre der Begriff nicht so abgelatscht. Andererseits sind ja auch die gecoverten Songs von Stragula schon reichlich abgelatscht - von dem her passts ja wieder. Und so spielen die Früher-klang-vieles-besser-Musikanten einen bunten Strauss beliebter und unbeliebter Melodien, kennen keine Geschmacksgrenzen und holen die Kronjuwelen ("Cant Get Enough") wie die No-Gos ("Swinging Safari") der Rock- und Pop-Geschichte von ihrem hohen Ross herunter in die Tiefen der Emotionslosigkeit.
Trotzdem groovt es irgendwie, wenn die Melodien auf der Orgel betont anti-synkopisch und reduziert daherkommen. Jedes Solo klingt, als gelte es, im Musikgrundkurs durchzufallen. Jedes Stimmungs- und Live-Klischee wird gemieden. Für die Dramatik ist die fernöstliche Godzilla-Version zuständig, die im Hintergrund auf Leinwand abläuft.
Aber Stragula kann auch feiern: Zum Zehnjährigen werden die roten Schuhe aus dem "Chaussures Rouges"-Video verlost. Zu "Buenos Tardes" verbreitet der Teilzeit-Stragulist Olli mit seiner Trompete mexikanische Wüsten-Wehmut. "Walk, Dont Run" heisst an anderer Stelle die Surf-Devise. Auch die Anti-Party-Bühnen-Performance der Retro-Nerds ist natürlich aufs Wesentliche - aufs schlichte Dasein - zurückgeführt. Das Schlagzeug macht Beat-Punk-RocknRoll-Disco-Rhythmus ohne viel Firlefanz, der Gesang ist reduziert, die Melodien vereinfacht, und viel wird instrumental erledigt. Aber dieses Mal herrscht gleich ziemlich Stimmung, vielleicht auch, weil die Vorband "Borussia Dortmund" den Gegnern aus Bayern eine Packung verpasst hat. Der Song von den "Sisters Of Mercy" klingt bei Gastsänger Matthias Günzler fast so schaurig wie im Original: "Kannst du mich schreien hören, Marian?" Der Stragula-Sound ist eine Mischung aus Elektro- und Dreh-Orgel, Alleinunterhalter, Jahrmarkt, Synthie, Disco, Automaten-Pop und Kraftwerk. Viel Flanger und anderes effektvolles Gezitter. Techno minus 2.0. "Wir sind die Roboter" als programmatischer Song. Dann noch ein sexy Medley aus Hot Chocolate, Tom Jones und George Sampson, "Die Badewanne ist voll" von den zwei Gastsängern Armin Schmid und Monika Nagler, "Hardrock Halleluja" und "Das war eine schöne Party". Und die Disco-Kugel? Plötzlich dreht sie doch noch durch.

SCHWARZWÄLDER BOTE VOM 29.12.2011, NACHBERICHT ZUM 26.12.2011: - Bericht - Online-Link
Iron Maiden’s Beast dröhnt im Polkarhythmus
Von Stephan Schneider Schramberg. Vor einem Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag mischte die Band "Stragula" das Zodiak auf, und es war ein Konzert, dass regelrecht nach einer Wiederholung schrie. Und so sollte es zum gleichen Termin auch kommen.
Es war zwar schwer vorstellbar, dass es den fünf Musikern gelingen sollte, die Stimmung nochmal zu toppen, aber sie schafften es: gegen Ende des gut dreistündigen Konzerts gelang es kaum einem Zuhörer mehr, sich der äusserst tanzbaren Tonkunst zu entziehen, die aus der nimmermüden Rhythmusmaschinerie von Stragula entsprang. Ein wildes Knäuel Menschen bewegte sich enthemmt vor der Bühne und forderte immer wieder neue Zugaben und zwar lange nachdem die Band mit dem France Galls Eurovisions-Kracher "Das war eine schöne Party" eigentlich ihren Feierabend eingeläutet hatte.
Aber gerade weil es so schön war und die Musiker von der Begeisterung ihres Publikums sichtlich gerührt waren ging es immer weiter und es wurden noch mal die grössten Hits wiederholt, darunter das schreiend komische Sexy-Disco-Medley, bei dem beide Sänger unglaubliche Erotik versprühten, und Johnny Cashs "Ring of fire", bei dem die Stimmung unter den mitsingwütigen Zuhörern einen neuen Höhepunkt erreichte. Zu Beginn des Konzerts war im Vergleich dazu noch recht wenig Schwung in der Veranstaltung gewesen. Das Publikum musste sich erst mal wieder an den skurrilen Sound der schrägen Kombo gewöhnen. Schliesslich kommt es nicht alle Tage vor, dass einem Iron Maidens "666 – The Number oft the Beast" in Polka-Rhythmus zu Ohren kommt. Als Sänger Stragmann beteuerte, dass er deshalb schon mal von jeansbekutteten Rockern mit Kirschen beworfen sei, nahm man ihm das sofort ab.
Das Zodiak-Publikum war dagegen freundlicher, spendete Applaus und taute immer mehr auf. Ob Stragmanns TX-27-Synthesizer-Keyboard Rumba-, Swing- oder Tangorhythmen ausspuckte – ob Eigenkomposition, Country- oder Hardrockcover, alle Stragula-Hits luden zum Tanzen ein und nach und nach machten auch immer mehr Gäste von der Gelegenheit Gebrauch.
Gitarrist "Frank Biggenatra" verfeinerte die Melodien mit seinem zurückgelehnten Gitarrenspiel und Bernd C. perfektionierte das Gesamtkunstwerk mit seinem Jazzschlagzeug, indem er der Musik noch mehr Groove verlieh. Und da waren dann schliesslich noch die Sängerin Plushbug, die ebenfalls auf einem Keyboard herumklimperte und die schrägen Songs mit ihrer schrägen Stimme noch schräger machte und eben Stragmann, der nicht nur mit Versiertheit an den schwarz-weissen Tasten glänzte, sondern auch mit energetischem und verzerrtem Gesang und witzigen Ansagen.
So stellte er den fünften Musiker im Bunde, Trompeter "Juan Schmälzle", der einige rar gesäte Songs mit Blasmusik aufpeppte, als Sohn einer Schlachterdynastie aus Reutlingen vor und sorgte damit nicht das einzige Mal an diesem Abend für Schmunzler. Alles im allem war es ein perfekter Weihnachtsausklang für Freunde alternativer Musik, der nächstes Jahr gerne wiederholt werden darf.

SCHWARZWÄLDER BOTE VOM 29.12.2010, NACHBERICHT ZUM 26.12.2010: - Bericht - Online-Link
Schramberg: Ein Spektakel aus dem Kuriositäten-Kabinett
Schräg wie die Outfits von Strangmann und Plushbug war auch die Darbietung des Reutlinger Quintetts "Stragula"
Von Stephan Schneider Schramberg. Ein noch nie dagewesenes Kuriositätenkabinett der aussergewöhnlichen Art bekamen die überraschten Besucher der Musikkneipe Zodiak am Abend des 26. Dezembers zu sehen. Die Reutlinger Band "Stragula" bestritt dieses Jahr das traditionelle Weihnachtskonzert und nahm bei ihrer Orgelparty das Publikum mit auf einen wilden Ritt durch verschiedenste Zeitepochen und Musikstile.
Schon bevor die fünfköpfige Lo-Fi-Electronic-Folk-Punk-Kapelle loslegte, rieben sich die Gäste verwundert die Augen: Drei Keyboards, ein Zebragitarrenverstärker, ein sparsames Drumset, bunte LED-Lichtschläuche und eine farbenfrohe Discokugel standen auf der Bühne herum und machten Appetit auf das kommende Spektakel. Dann endlich kamen auch die Protagonisten auf die Bühne, angeführt von dem in ein grellgrünes Hemd gehüllten Bandleader Strangmann und der gewichtigen Keyboarderin und Sängerin Plushbug. Die altertümlichen Keyboards wurden in Betrieb genommen, Elektrorhythmen erklangen und die Band sorgte mit ihrem Instrumental-Song "Space Race" erst mal für das ein oder andere Stirnrunzeln im Publikum. Doch schon bald hatten Strangmann und Mitstreiter die Herzen des Publikum mit ihren quietschfidelen, eigenwilligen und rotzfrechen Darbietung berühmter Klassiker im Sturm erobert. Vom Bossa Nova über Reggae und Rumba bis hin zum Kraftwerk-Elektro-Hit "Die Roboter" machte das Quintett vor nichts und niemandem halt: Strangman intonierte als "Man in Green" Johnny Cash-Songs im Tango-Stiel, verwurste den Heavy Metal-Klassiker "Ace of Spades" von Motörhead in einer Discoversion und seine Kollegin Plushbug bot "Seven Nation Army" mit Megaphon im Reaggae-Rhythmus dar. Auch beim "Sexy Medley" glänzte der weibliche Part der Band. Wohl noch nie hat sich die Kombination einer schrecklichen Stimme mit einer scheinbar lust- und emotionslosen Darbietung so gut angehört.
Vor allem die Disconummern von "Stragula" erwiesen sich als extrem tanzbar, so dass sich die Tanzfläche nach und nach immer mehr füllte. Doch nicht nur Coverversionen hatten die aussergewöhnlichen Musiker im Gepäck, sondern auch eigene Hits wie "Bier". Unterbrochen von einer kurzen Pause rockten die fünf Musiker, ohne Langeweile aufkommen zu lassen über drei Stunden. Ob obwohl ihnen zum Ende des Konzerts die Anstrengung deutlich anzumerken war, kamen sie den Forderungen des begeisterten Publikums nach und gaben eine Zugabe nach der anderen.

BLOG KOMMENTAR AUF LAST.FM VON OOLLO: BLOG
New Stragula release!
30. Aug. 2010, 2:06
Friends,
Germany's best lo-fi, new wave, punk rock, surf & synth outfit Stragula has released yet another masterpiece -- a 9-track album titled "Viererbob" that I had the pleasure (thanks to Count Stragula) to preview. Possibly the greatest Stragula output as of yet -- two amazing covers of Johnny Cash ("Ring of Fire" is incredible), two rocking live numbers and further covers of Nancy Sinatra, Ween, the White Stripes, and even a brilliant remake of Finland's Eurovision entry "Hardrock Hallelujah".
Not entirely clear when this will be officially released, but I am sure it will show up on Stragula's Last.fm page very soon! Or visit Stragula's homepage: http://www.stragula.de/
Be sure to check it out!
Owen
P.S. I've been on Last.fm for over three years now and this is very my first journal posting ever -- so, the album is really THAT good! =)

GENERALANZEIGER REUTLINGEN, NACHBERICHT ZUM 03.05.2008:
Und was »The Rock« und »Stragula« boten, dürfte nicht nur Pflanzenliebhaber vor die Showbühne beim Gastrobereich oder ins Glashaus gelockt haben. Während die einen schnörkellosen Rock der 70er- und 80er- Jahre auf die Bühne brachten, zelebrierte »Stragula« bis 23 Uhr schön schräg und augenzwinkernd eine Mischung aus Rock, Techno, Punk und Folk-Musik.

GENERALANZEIGER REUTLINGEN, VERANSTALTUNGSHINWEIS ZUM 03.05.2008:
Garden Life dauert noch bis Sonntag. Geöffnet ist von 11 bis 19 Uhr, am Samstag in der beleuchteten Parklandschaft sogar bis 22 Uhr. Vor allem am Samstag ist richtig Musik drin. Ein Highlight dürfte der Auftritt von »Stragula« um 18 Uhr sein, auf den sich nicht nur Stephan Allgöwer freut. »Die sind laut, schräg und richtig gut.« (GEA)

AUS DEM "HONIGDIEB TOUR TAGEBUCH", 01.12.07:
Um 19.00 Uhr beginnt die Vorband Stragula den Soundcheck. Der Abend wird noch besser als erwartet, denn als Stragula um 21.30 Uhr ihr Set beginnen, ist es genial lustig! Ein Drummer, zwei Keyboarder mit einem Casio und ein Gitarrist mit Coverversionen der 80er Jahre im Minimalistensound, angesiedelt zwischen den Residents, Trio und UNREAL (für Insider). "Wir sind die Robotter" von Kraftwerk oder auch Shakira, durch den Casio-Wolf gedreht, schräg gespielt. Einfach köstlich. Die haben das Zeug zur Kultband hier in Reutlingen!

REUTLINGER GENERALANZEIGER VOM 6.11.2007 ÜBER STRAGULA AUF DEM "DANKE REUTLINGEN 2007", ZELLE, 4.11.2007

KOMMENTARE AUF KIAC INTERNET RADIO: aLtErNaTiVe RetRo AnD pSyChEDeLIc
Stragula: What gives you the creep?
Beautifully ridiculous and utterly hilarious Tarantinoesque psycho-surf track.. Coming on like doin' The Monster Mash with The Cramps on acid... Count Stragula is obviously more like a loungeing pantomime German lothario than an evil scary blood-suckin' vampire, which makes this even more laugh-out-loud funny lol..

ARTIKEL VOM 23.05.2007 IN SÜDWEST AKTIV (SÜDWEST PRESSE) ÜBER 30 JAHRE PLATTENLÄDLE, 19.05.07:
Kapellen der Musikoffensive spielen in der Reutlinger Zelle auf: Fünfbandige Geburtstagsfete
Nach der Allstar-DJ-Disco und dem Beatsteaks-Gig gabs dieser Tage auch noch den eigentlichen Jubiläums-Festakt - fünf Mal Live-Musik zu 30 Jahre Plattenlädle.
... Von soviel globaler Folklore völlig ungerührt bedienen die vier Alleinunterhalter von "Stragula" die Tasten ihrer elektrischen Geräte, um einmal mehr sämtliche Heuler der Musikgeschichte inklusive der historischen Abendschau-Kennung so zu verorgeln, dass auf geheimnisvolle Weise immer wieder RocknRoll dabei herauskommt. Und damit schaffen sie es auch immer wieder, den ganzen Laden in Wallung zu bringen: phänomenal. - Kathrin Kipp-

SCHWÄBISCHES TAGBLATT VOM 31.05.2005, ÜBER STRAGULA AUF DEM ACT!-FESTIVAL, 29.05.05:
Bilder vom Act!-Festival 1:
Mehrere Tausend Menschen tummelten sich bei Tübingens neuem U & D auf dem Depot-Gelände. Während auf der kleinen Bühne Stragula lässig aktuelle Pop-Hits und Klassiker entschleunigten und anschliessend mit Hilfe eines Casio MT-65-Keyboards ironisch verorgelten, machten ...
Derweil zersägten Stragula auf der kleinen Bühne ... neue und alte Hits ... was auch kleinen Festivalbesuchern gefiel.

KONZERT-NACHBERICHT, REUTLINGER NACHRICHTEN, 23. 7. 2002: Stragula live im Cafe Nepomuk, 20. 7. 2002

INTRO, JUNI 2000 - Rezension
STRAGULA: This is the Age of the Aquarium.
Früher, damals, als ich ein Junge war, waren Cowboys die Feinde der Guten, weil sie weder rote Haut, noch sexy Lederklamotten trugen. Heute sind die Indianer längst dem Feuerwasser verfallen und spielen die Lieder des weissen Mannes nach. Ungefähr klingt das wie Teletubbies mit schwarzen Hüten auf einem Schaukelpferd ohne Sattel ; wie die glorreichen sieben Töne auf einer sandigen Bontempi-Orgel ... Hoss, der dicke Bruder von der Bonanza-Ranch, vergewaltigt unter Mescalin den alten Fuzzie aus "Rauchende Colts". Old Surehand sagt: "Das ist Hardcore." Hugh, recht hat er. Wer Johnny Cash's "Folsom Prison" so wunderschön durch japanische Kinderzimmerelektronik jagt, ist ein Held. Leider unverkannt, wie so viele Indianer in Reutlingen. Mach' weiter so, Stragula! -mm-

ONLINE-REVIEW VON LISTEN.COM:
"Somewhat creepy, somewhat clownish Indie tunes featuring reverb-drenched guitars, electronic drums, dry, goofy synths, and nasal vocals. Like a cavalcade over a desert landscape dotted with the dusty carcasses of reel-to-reel machines, warped cassettes and broken down synthesizers." (Reviewed by Doug R.)

ONLINE-REVIEW VON CALLASONG.DE:
"Erst ein Bier auf dich, dann ein Bier auf mich, und eins auf den Wirt, dann sind wir zu viert" - mit diesem lyrischen Erguss besingt Markus Roderich Schneller alias "Stragula" seine Gesellschaftshymne "Bier". Dieser Satz reicht dann auch aus, um den kompletten Song zu betexten. Der Soundtüftler und Hobby-Produzent benötigt für seine Stücke nicht mehr, denn sein Stil ist ein heutzutage seltener: LoFi. Bereits nach wenigen Takten wird hörbar, dass Schneller ohne modernes Equipment und Studiotechnik auskommt. So verwendet er "musikalische Dinosaurier", die quasi noch aus der Vorzeit der Synthesizer und Samples stammen: "Bontempi"-Orgel, "Casio"-Keyboard, ein alter Drumcomputer sowie ein Vier-Spur-Recorder kommen zum Einsatz. Bereits seit Anfang der Achtzigerjahre widmet sich Schneller dem LoFi, der vielleicht nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein mag. (rd)

ONLINE-REVIEW VON MAKEASTAR.COM:
Music: Very cool. I like the way you play on the spaghetti country & western style. Lyrics: Nice bit of whimsey. Very simple, but it somehow said a lot more to me than many longer songs have. Arrangement & Production: I like the effects on the vocals, it gives an eerie vibe. Otherwise, very impressive work in the use of the 4-track almost as an additional instrument. Lead Vocal: Great for the style you are going for on this. The use of the effects really brings out a strong feeling which adds to the simplicity of the lyrics. Musicianship: I love the use of the organ, and the heavy reverb on the country style guitar. It creates a mood that is playful, spooky and mysterious all at once. Originality: Wonderful use of integrated styles and sounds to form a unique wholeness to the track. Marketability: This kind of music has a small niche, but has no chance at mainstream acceptance. It might do well for use in indi movies. General Comments: I really love this track. It will not sell well, but it will find a core audience that will be fanatical about it. (Reviewed by Skippy)

KOMMENTARE VON ONLINE-STATIONS BEI MP3.COM:
Halloween Tunes:
"The Arrival of Cthulhu": Surrealistic melange of horror built around big choral choruses and nightmarish sounds. Darkly delicious.
eXistenZ boP:
"Driving fast": The Doors, the 13th Floor Elevaters resurected without permission. And this time it is...
Radio Free Interzone:
"What gives you the creep?": Hard Core Industrial at its finest. It's gotta be listened and savored NOW!
Noah's Favorite's Vol. 1:
"The Arrival of Cthulhu": This is definitely some of the most unique and interesting music i've ever heard,..i HAD to put this one on,..dreamy instrumental mish mash of euphoric goodness--compare to "milk cult".
Radio Conrad:
"What gives you the creep?": The person behind this is obviously unwell! This is brilliant, kind of like 60's style horror garage pop.
The Strange Hell Of Beauty:
"O Five": I had it stuck in my head for a week.
(-8 HAPPY LAND 8-) Trance Central:
"0-Five (May-Mix)": Dark yet Fruity. A definate 80s "Kraftwerk" vibe with perhaps a hint of "Propaganda" - A catchy little number.
Rebyte Artists:
"Aquarium": experimental indie/lo fi electronic blend.
"The Hangman and the Butcher": lofi indie electro bridge builders.
Gothabilly Tunes Of Horror:
"The Hangman and the Butcher": It's something you'll probably hear in a dive played by utter misfits for a crowd of real life freaks, straight out of a David Lynch movie. I would pick a bone with the vocals except that it actually enhances the far out mood of the tune. Horror rating: High


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